- Pressemitteilung vom 25. September 2017 -

Nach der Bundestagswahl 2017

Wirtschaftsjunioren fordern Verantwortung statt Dogmatismus

Nach der Bundestagswahl erwarten die Wirtschaftsjunioren in Nordrhein-Westfalen, dass nun endlich Lösungen für wichtige Zukunftsthemen wie die Digitalisierung und Generationengerechtigkeit in den Mittelpunkt gerückt werden.

„Im Wahlkampf wurden diese wichtigen Themen stark vernachlässigt. Damit muss nun Schluss sein.“, fordert Stefan Kemper, Landesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren NRW. „Ich erwarte, dass sich alle nordrhein-westfälischen Abgeordneten des neuen Bundestages intensiv für diese Themen engagieren.“, so Kemper weiter.

Die neuen Mehrheitsverhältnisse im Bundestag lassen aus Sicht der jungen Wirtschaft eine schwierige Regierungsbildung erwarten. Dennoch sollten sich die demokratischen Parteien nun schnell über Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen verständigen.

„Politisches Kalkül darf gesellschaftlicher Verantwortung nicht im Weg stehen. Nachdem die SPD eine Fortführung der großen Koalition ausgeschlossen hat, erwarten wir von CDU/CSU, FDP und Grünen, dass sie zum Wohl des Standortes Deutschland mit Pragmatismus und Augenmaß in die anstehenden Koalitionsgespräche gehen. Jetzt ist nicht die Zeit für Dogmatismus und quälend lange Verhandlungen.“, so Kemper.

Mit Blick auf den hohen Anteil der Protestwähler erwarten die Wirtschaftsjunioren, dass die etablierten Parteien den Wandel in der demokratischen Willensbildung nicht zur Kenntnis nehmen, sondern die Bedürfnisse dieser Wählergruppen aktiv in den politischen Alltag integrieren. „Bei all dem Schrecken um das Ergebnis der AfD dürfen wir nicht übersehen, dass laut einer Infratest dimap-Umfrage 60% der AfD-Wähler ihre Stimme aus Enttäuschung über andere Parteien abgegeben haben - und nur 31% aus Überzeugung.“, mahnt Kemper.

Inhaltlich ist die Digitalisierung aus Sicht der jungen Wirtschaft eines der wesentlichsten Themen für die neue Bundesregierung. Die Wirtschaftsjunioren bedauerten, dass der digitale Wandel trotz seiner Bedeutung im Wahlkampf viel zu kurz gekommen sei. Umso wichtiger sei es nun, den flächendeckenden Breitbandausbau strukturiert und engagiert voranzutreiben und deutlich bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen für die Digitalwirtschaft zu schaffen.

Zudem fordern die Wirtschaftsjunioren, alle Gesetzesvorhaben einem Demographie-Check zu unterziehen, um eine einseitige Benachteiligung der jüngeren Generation auszuschließen. Außerdem sei es dringend notwendig,  die Renten- und Sozialsysteme generationengerecht zu überdenken und insbesondere renditestarke Versorgungsmodelle unter Einbeziehung von Immobilien, Aktien und Unternehmensanleihen zu entwickeln.

Bessere Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen und Investitionen und damit mehr Wachstum versprechen sich die Wirtschaftsjunioren vom Abbau bürokratischer Hürden. „Wir erwarten von den nordrhein-westfälischen Bundestagsabgeordneten, dass sie sich engagiert für die Belange der Wirtschaft in NRW einsetzen, unternehmerische Freiheiten stärken und den Unternehmergeist in unserer Gesellschaft fördern.“, so Kemper.

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